Ab und an habe ich tatsächlich frei - und durch mein treues Flotti (mein Auto, das ich mit auf die Insel genommen habe) bin ich und mein Lebensgefährte tatsächlich frei ... denn viele wunderbare
Orte sind über die ganze Insel verstreut und nicht mit dem ÖV erreichbar. Und manchmal sind die wundervollen Momente auch gleich vor der Haustür...
Mittlerweile ist Mitte März und die Wochen sausen nur so dahin. Ich habe mir ein paar Urlaubstage gegönnt um mich von Husten und übrigen ungewollten Reisesouvenirs endlich vollständig erholen zu
können. Leider hat mein Lebensgefährte keinen Urlaub bewilligt bekommen. Aber so habe ich auch mehr Ruhe und Zeit für meine Dinge... wie zum Beispiel hier endlich wieder einmal ein Lebenszeichen
zu hinterlassen.
Das Leben auf der Insel ist in vielerlei Hinsicht anders als auf Mitteleuropa's Festland. Die amtlichen Dinge sind völlig anders organisiert und so habe ich erst seit einer Woche eine
Steuernummer, den ersten Lohn zuvor aber schon erhalten. Anmeldung bei der Gemeinde und Beantragung der Krankenkassenkarte werden noch folgen... Tranquilo, tranquilo wie mein Koch-Chef immer so
schön sagt.
Ja, kochen muss ich als Physio hier auch. Wobei das Kochen eben der Koch übernimmt und ich - wie alle anderen Mitarbeiter auch - immer während den Kochdiensten helfe anzurichten und den Gästen
Auskunft gebe was in den Gerichten ist oder spezielle Wünsche erfülle.
Konnte ich mir vorher gar nicht vorstellen, aber macht wirklich unglaublich Spass!
Netterweise kriege ich den Dienst immer am Tag vor meinem WE geplant und kann nach dem langen Dienst Ausschlafen... Glück gehabt. Und schlafen tut man hier ausserordentlich gut übrigens.
*schmunzl*
Manche Dinge gibt es dann hier einfach schlicht und ergreifend nicht - Waschlappen zum Beispiel. Dieses Wäschestück ist dem Spanier fremd und ich habe erst heute im gefühlt 12. Laden welche
gefunden - ein Wunder!! DIE habe ich nämlich nicht auf Vorrat eingepackt und wurde hier überrascht, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben froh wäre, wenn ich mehr als 3 Stück habe
*kicher*
Auch schöne Postkarten sucht man hier vergeblich. Entweder gibt es in den Souvenirshops welche mit den kitschig fotografierten Stränden und Motiven von hier, oder es gibt lustige spanische Karten
für Geburtstag oder zur Geburt. Aber andere Motive um zum Beispiel die Wände unseres neuen Zuhause aufzupeppen gibt es nicht.
Auch hier lehrt einem die Insel etwas: es ist halt so, einfach annehmen und akzeptieren wie es ist. Genauso wie das Wetter... hier kümmert sich niemand um die Wetterprognose... hat eh alle 5
Minuten ein anderes Wetter... wozu also auch... *kicher*
Und damit ihr nicht nur zeilenweise Text von mir habt... hier noch ein paar Eindrücke der letzten Wochen hier:
Ihr mögt mir verzeihen, dass ich erst jetzt - am 07. Februar - wieder einen Pieps von mir gebe.
Die Zeit bis hierhin war und ist sehr intensiv in vielerlei Hinsicht: viel für den Kopf, den Körper und alles kostet Zeit.
Die Urlaubstage waren zwar von phantastischen Wetterspielen und einiges an Wärme gesegnet (tatsächlich REGNET es auf Fuerteventura seit Anfang Dezember immer wieder - das gab es seit Jahrzehnten
nicht mehr) und uns lockten Blumenfelder (!) in die Barrancos (Fluss-Schneisen, die nur Wasser führen, wenn es so richtig schüttet).
Jedoch verfolgt mich seit Barcelona ein fieser Reizhusten (unterkühltes Hotelzimmer) und irgendwann hat sich meine rechte Achillessehne entzündet - Schmerz ist mein zweiter Vorname
inzwischen.
Der Start am neuen Arbeitsort gestaltete sich dementsprechend etwas zäh.
Die Mitarbeiter sind supernett, das Wetter der Hammer (Sonne und öfters mal am Nachmittag über 23° Celsius), die Arbeitsbelastung momentan (und freundlicherweise) noch sehr angenehm - doch wenn
Stehen, Gehen und Sitzen nonstop schmerzen und man um Luft ringt, weil die Nase ständig zu ist, sind Arbeitstage die bis nach 19 Uhr dauern nun mal sehr ermüdend und anstrengend.
Nicht dass hier jemand etwas falsch versteht: ich wusste im Voraus, wie meine Arbeitszeiten sind (und es sind nicht mehr als 8h pro Tag!) - es ist wirklich nur nicht lustig, weil ich nicht fit
bin.
Nebenher richten Harald - mein Lebensgefährte - und ich ja auch noch unser Doppelzimmer im Mitarbeitergebäude ein und müssen dran bleiben mit den ganzen amtlichen Dingen...
Uns wurde von Seiten der Kollegschaft prognostiziert, dass die ersten 4 Wochen einfach etwas stressig seien deswegen... aber alles tranquilo - wie Rafa, mein Koch-Mentor so schön sagt... alles
mal ruhig angehen.
Daher hier in der Folge einfach ein paar Fotos und Eindrücke der letzten Tage ... *schmunzl*
Gestern um Mitternacht kamen wir schliesslich endlich im Aldiana in Las Gaviotas ein erstes Mal an.
Unser Arbeitgeber war so zuvorkommend uns diese Übernachtung zu ermöglichen, damit unsere Habseligkeiten im bewachten Bereich des Hotels in Sicherheit sind und wir nicht in den ersten 12 Stunden
auf unserer zukünftigen Heimatinsel ausgeraubt werden.
Doch wie lieb wurden wir empfangen!
Ein Mitternachtssnack, umarmt von zukünftigen Mitarbeitern, alle ein Lächeln im Gesicht und ehrliche Freude, dass wir gekommen sind.
Meine Güte - tut das gut!
Der Geruch der Insel, der Wind im Haar, ein Igel, der uns den Parkplatz zuwies und eine kuschlige getigerte Katze, die uns in der Lobby begrüsste... "Nun bin ich zu Hause..." entschlüpfte es mir
nach diesen 3'566 km.
Ein extrem unwirkliches Gefühl ist mir inne, seit ich meine Füsse auf dem Boden von FuerteSuerte habe.
Unglaube darüber, dass wir es wirklich geschafft haben. Dass DAS jetzt unser neues Zuhause ist. Dass wir hier nicht mehr weg müssen.
Die Übernachtung und ein superleckerer Mitternachtssnack in unserem zukünftigen Zimmer - Eindrücke, die sich tief in unser Bewusstsein eingraben.
Noch mehr, als das ganze Gepäck im und um die Betten ausgebreitet sind und wir unsere Sachen für die nächsten Tage in einem anderen Hotel - unseren Urlaub nach den Strapazen der letzten Monate -
packen.
Und jetzt, nach dem ersten Spaziergang am Strand, den Füssen im Brandungssaum des noch sehr frischen Atlantiks, ohne Jacke weil 18° Celsius uns umarmen - sind wir angekommen.
Immer noch völlig surreal - sich zu Hause fühlen und irgendwie doch noch nicht... Aber ein verdammt gutes Gefühl ist es.
Ich glaubte ja nicht, dass mitten auf dem Atlantik ein WLAN existiert... cool wäre es ja schon gewesen... so von wegen Blog schreiben, Instagrampost machen, hier ein bisschen Text interlassen....
noch auf dem Hotelzimmer in Cádiz suchten wir Infos über die Fähre, die uns nach Fuerteventura bringen sollte... ohne zu wissen, wie unser Schiff denn überhaupt heissen wird oder was uns sonst
genau erwarten würde... Auf der Webseite der Reederei stand aber ganz klar bei JEDER Fähre WLAN - also packten wir unsere digitalen Medien ein...
Na ja.
Ja. Es war ein Abenteuer der Extraklasse - vor allem so ein Blindflug mit den Bedingungen an Bord...
So imposant die 208 m lange Ciudad de Valencia war - so bitterkalt war es im Inneren für all jene, die keinen Tausender für eine Kabine hinlegten. Zu wenig warme Kleidung, natürlich auch keine
Decke oder Kissen dabei... die zur Verfügung gestellten Liegesitze (wie im Flugzeug) waren in Bereichen, die ständig von einer eiskalten Lüftung aus Kühlschranktemperatur gebracht wurden ...
unmöglich, da auch nur hinzusitzen.
Auf den zwei Decks, die Aufenthaltsmöglichkeiten boten hatten wir genau diese Optionen: Arktistemperatur mit 3 verschiedenen TV-Sendern in Stereo auf 90 dB im Wechsel mit peifendem Dauergewummer
von irgendwo aus der Küche oder etwas weniger arktische Temperaturen mit nonstop Zigarettenrauchgeschmack von jenen, die unbedingt den Glimmstängel direkt vor der Türe am Glühen hielten -
wirklich nonstop, auch die gesamte Nacht über im 10 Minutentakt ging jemand rein oder raus.
Nun ja. Wir falteten uns schliesslich auf den winzigen Sofas im Zigarettenflur und versuchten irgendwie zu schlafen - mit allen Kleidern die wir hatten als Decke.
Und WLAN? Denkste... morgens um 2 (ja, ich war da wach) hatte es gerade mal genug Saft, damit ich ein Foto auf Whatsapp wegkriegte, dann war der Ofen aber auch schon aus.
Es gab tatsächlich Gastronomie an Bord, die auch noch relativ lecker wenn auch salzig und scharf war und die Mitarbeiter des Kahns waren wieder allesamt supernett!
Doch wir waren wirklich einfach nur noch erleichtert, als wir in FuerteSuerte an der Tanke standen und wussten - des is jetzt auch geschafft.
So schnell bitte nicht wieder ... besser nie wieder ...
Ich fühlte mich erinnert an meine Zugfahrt nach Paris, als ich mit zarten 22 Jahren und einer Kollegin ohne Couchette im Nachtzug in einem Viererabteil zu schlafen versuchte. Nur mit dem
Unterschied, dass ich das vor 22 Jahren weitaus lockerer wegsteckte *lach*
Nun ja - vorbei und überstanden... Inzwischen sind wir wieder in der Zivilisation...
Was mit der Unbill fast vergessen ging... dieser eine Moment, als wir ablegten und ich "Tschüss Festland!" murmelte... noch immer völlig unfassbar was ich da tue. Ich ziehe auf eine Insel um...
das war dann doch schon sehr seltsam und unwirklich.
Und einparken mit so einem riesigen Dampfer zu erleben, auf offenem Meer das ganz sanfte Wogen unter den Füssen zu fühlen, ringsum wirklich nur Meer zu sehen und vor einem die Sonne in einem
völlig majestätischen Schauspiel zu haben... unvergesslich... da ist es schon fast nicht mehr so schlimm, wie die Nacht war *grins*
Ausschlafen, ordentlich Frühstücken, Cádiz auskundschaften, sich erholen zwischen 1122 km mit dem Auto und 1249 km mit der Fähre.
Von Anfang bis Ende ein gelungener, wunderschöner Tag in einer völlig faszinierenden Umgebung.
Eine Patientin kannte die Stadt bereits und schwärmte von ihr - ich kann ihr nur beipflichten... alles hier berührte unsere Seele und holte uns ein ordentliches Stück vom Stress der letzten
Monate runter.
Tatsächlich die erste Stadt meines Lebens, die mich zu beruhigen vermochte. Hier ein herzliches Dankeschön an den Sänger auf dem Plaza de Flores - Musica de alma - ja: wirklich Musik der
Seele...
Der Tag war erfüllt von uralten Gebäuden, herrlichen Stimmungen mit Sonnenschein bei 13° Celsius - auch wenn ein buschiger Wind die Einheimischen zum Augenverdrehen reizte (viiiel zu kalt
für Cádiz!) - ich packte mich ein und genoss jedes bisschen Licht.
Und wenn auch die 15.8 km zu Fuss über Kopfsteinpflaster zum Schluss recht schmerzhaft waren...
... stehen wir an der Tür zu unserem neuen Leben - immer deutlicher wird das spürbar.
Und als heute Abend das Kreuzfahrtschiff aus dem Hafen losfuhr, genau in die Richtung, welche unsere Fähre morgen einschlagen wird, wurde es noch bewusster...
Bei all den wunderschönen Eindrücken fielen Harald diese Flaggen auf Halbmast auf...
Mit den neuesten Nachrichten auf dem Handy erfuhren wir, dass zwei Schnellzüge in der Nähe von Cordoba kollidierten und mittlerweile 40 Menschen dabei zu Tode kamen.
Es wurden Städte genannt, bei denen wir gestern mit dem Auto vorbei fuhren...
...in solchen Momenten wird einem sehr bewusst, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, leben zu dürfen.
Wir sind in Gedanken bei den Familien, die nun trauern und hoffen, dass die übrigen - immer noch eingeklemmten Menschen - lebend gerettet werden können...
Der Tag ist da - der Wecker klingelte früh... hopp in die Hosen, ab zur Tanke, Adresse in's Navi... heute sind es
sogar 1'122 km! Nicht wie zuerst gedacht 1'111 km... Na, auch das packen wir!
Schon bald - mit den ersten Sonnenstrahlen taucht ein Chicago auf - DAS Zeichen, dass wir FuerteSuerte in grossen Schritten näher kommen!
Für alle, die jetzt nur Bahnhof verstehen: Chicago's sind die Windräder, welche auf Fuerteventura in jeder möglichen und unmöglichen Ecke immer noch zu sehen sind - leider viele nicht mehr in
Betrieb, kaputt, verlassen - doch es gibt immer noch Besitzer, welche auf Windkraft für Wasserförderung setzen - und mittlerweile bestimmt auch einige findige Nasen, die es mit dem Strom
verkabelt haben. Denn eines hat unsere zukünftige Heimatinsel garantiert immer auf Vorrat: Wind.
Was uns auf der Reise quer durch Spanien an einem Tag auffiel: egal wo - die Menschen sind unglaublich nett, kreative Lösungsfinder und hilfsbereit ohne Ende.
Und die Landschaften sehr unterschiedlich - aber alle erschlagen einem mit einer Imposanz die ihresgleichen suchen darf. Unendliche Weiten war das Thema der Stunden heute.
Begonnen mit unendlich grossen Zitrusfruchtplantagen, unglaublichen Bergwelten, wüstenartige eiskalte Hochebenen, irrsinnige Olivenhaine bis an den Horizont endeten sie in einem flammenden
Sonnenuntergang und einer einzigartigen Brücke, welche uns in Cádiz schliesslich willkommen hiess.
Wir sind k.o., aber wohlbehalten in der Stadt angekommen, wo uns die Fähre übermorgen an Bord nehmen wird.
FuerteSuerte... wir sind auf dem Weg zu Dir...
Meine schweizer Wetter-App hatte leider recht: dunkle Wolken, Sturmwinde, Regen - immer wieder und gegen Abend immer stärker und das bei 7°C dann zuletzt bei der Rückfahrt zum Hotel.
Es gibt garantiert schönere Tage, Barcelona zu besuchen - und es wäre bestimmt besser mit deutlich mehr Vorbereitung. Aber dazu hatten wir schlicht und ergreifend keine Zeit.
Erstes Erlebnis des Tages: unglaublich freundliche Menschten in einer sehr spanischen Bar. Unser Frühstück war kurz und aussergewöhnlich.
Bombón statt eines Cappucinos für meinen Lebensgefährten und für mich eine Cacaolat - so ziemlich das genialste Kakaogetränk, das ich jemals im Mund hatte - und ein Original aus Barcelona ist es
auch! Nix Nestle.
Dieser nette Start zog sich durch den ganzen Tag: egal wie doof das Wetter war oder sonst was nicht so superduper... die Menschen um uns waren IMMER unglaublich nett und hilfsbereit!
Mein KindergartenSpanisch reichte aus um mitzuteilen, was wir suchten oder wollten - die Antworten verstand ich nie, aber die Gesten waren dafür genug verständlich... meine erste Feuertaufe in
meiner neuen Alltagssprache verlief wie erwartet holprig, aber überraschend menschlich.
Abenteuer volle Kanne suchten wir uns den Weg zur Sagrada Familia. Mein absolutes Muss des Tages. DIE Kirche wollte ich unbedingt in meinem Leben mal sehen.
Alles andere von Barcelona war mir schnuppe - egal wie gross diese riesige Stadt ist und wie viel es zu sehen gibt.
Deshalb ja auch so unvernünftig unvorbereitet für einen solchen Tag. Aber da das Wetter eh ein Wasserkübel mit Schwung war... einfach mal locker drauflos.
Der sehr aufmerksame Busfahrer rettete dann schon mal unseren Tag und so kam der Moment sehr leicht und unkompliziert daher... da wird sie sein die Kirche, gleich über uns ...
Na ja.
Ich lernte heute vor allem eines: offenbar muss eine Kirche erst mal fertig ein paar Jahrhunderte dastehen um Charme und Ausstrahlung zu sammeln, bevor sie mich beeindruckt.
4-5 Meter hohe schwarze Wände oder Maschendraht, welche die direkte Sicht des nahen Besuchers aufhalten sind schlicht... doof. Und weiter weg, damit man was von den Türmen und Portalen sieht...
okay. Manche Dinge erkenne ich sofort als die Spielereien des Erbauers, aber auch viele Dinge erscheinen mir absolut unpassend zum restlichen Stil des Monuments... also eher
Enttäuschung.
Aber deswegen war der Tag nicht verloren. Die Markthallen hatten auch was Schönes und ich begriff für mich einmal mehr: ich bin einfach so gar kein Stadtmensch.
Da beeindrucken mich Bäume und weite Landschaften weitaus mehr.
He nu so de... wir fahren ja morgen völlig Kamikaze die nächsten 1'111 km genau in diese Richtung.
16.01.2026: Nach einer äusserst angenehmen wenn auch kurzen Nacht in einem für unsere Verhältnisse richtig grossem Hotelzimmer durften wir heute im 4. Stock mit Aussicht auf die Nebelbank über
dem Genfersee frühstücken... richtig herrlich sich was aussuchen und geniessen... so gestärkt klemmten wir uns an die letzte Bürokratie - da das Bürgerbüro Konstanz uns mit der Abmeldebestätigung
bis zur letzten Sekunde schwitzen liess war noch einiges nicht erledigt - und machten uns dann auf die nächste Etappe: an einem Tag durch den Südzipfel Frankreichs und ab in's nächste Hotel in
Barcelona.
Erster Eindruck als wir über die Grenze auf französischen Strassen waren: Nebel weg... Aufatmen...
"BARCELONAAAAA!" hörte ich beim ersten Schild mit entsprechender Beschriftung sofort im Hintergrund Herr Mercury und Frau Montserrat zusammen anstimmen... oh, ich liebe dieses Lied so sehr...
doch... nach gefühlten ewigen sechseinhalbStunden Fahrt durch ein Land, das völlig faszinierend die Pflanzenwelt unserer geliebten Toskana mit Säulenzypressen, Steineichen und Oliven mit der
Bergwelt mit absolut beeindruckenden Felsabbrücken und Kanten und Formen - aber richtig für uns ekliges Zeug auf der Speisekarte voller Zwiebeln... und nach wundervollen 18°Celsius (im
Januar!!!) bei denen das Mädchen mit den Wurzeln ausm Süden immer noch fror und die Kapuze hochzog!...
... fragten wir uns echt wo denn jetzt der Grenzübergang nach Spanien kommt... bereits durch die stockdunkle Nacht fahrend... bis ich auf Google Maps bemerkte, dass wir schon längst in Spanien
sind!!!
*sichvorlauterLachenamBodenkugelnwennichkönnte*
Tja - die alte vermeintliche Mautstelle war dann wohl der alte Zoll! Da war sonst nix!
Gut für uns... der Tag war anstrengend genug und wir sind jetzt einfach nur noch froh, dass unser Hotelzimmer nicht nur ein Sofa drinstehen hat sondern ein mega Schlaf und Badezimmer um die
versteckte Ecke rum! Noch mehr Luxus als in allen Hotelzimmern in unserem Leben zuvor! Jeder Reisende möge sich das Aparthotel Montcada in Barcelona merken... super netter Rezeptionist und sehr
liebevolle Überraschungen...
Uffta! 15. Januar 2026, 23.40 Uhr... Ankunft im Hotel in Cressier... nach langen Tagen und Nächten auf Luftmatrazen, Entsorgungen, Verkäufen, Aussortieren, Denken - noch mehr Denken und
heute Packen und Bangen und Hoffen... sind wir nach schier endlosen Stunden endlich am Ziel unserer ersten Etappe der 3566 km nach Las Gaviotas auf Fuerteventura.
FuerteSuerte ist inzwischen unser Motto... suerte ist das spanische Wort für Glück wie auch Schicksal...
Zu den Bildern: Teddy und Irma sind gleich als Erste in's Auto eingestiegen... aber Schreck lass nach... so viele Schuhe haben wir wohl in unseren ganzen Leben noch nie besessen... wo sollen denn
die alle in's Auto rein... denn der Rest will ja auch noch mit!?!?...
Zum Glück sind wir - Elisabeth und Harald - aus den Jahrgängen der Tetris-Spieler... das Auto ist wirklich proppenvoll bis unters Dach vollgestopft... aber bis auf den Wäscheständer und einen
Hocker ist alles dabei... und was fehlt, bekommen wir auf der Insel bestimmt auch noch.... *kicher*
Das neue Jahr hat begonnen - und damit unser absoluter Countdown.
Am 15. Januar 2026 sind wir - mein Lebensgefährte und ich - auf der Strasse Richtung
Barcelona - Cádiz - Puerto del Rosario.
Unsere Bekannten denken immer wieder, dass wir superbequem den normalen Weg via Flug und 40kg Freigepäck nehmen... nene... das war schon immer unser Motto: immer die komplizierte Variante...
*schmunzelndSchulterzuckend*
Das Chaos kommt langsam zu seiner Höchstform: scheinbar will niemand unsere Sachen kaufen und es sind VIELE und ausserdem zum Teil sehr neue ...
Sich gleichzeitig von Dingen trennen, die Erinnerungen bergen (und es sind VIELE) ist Herausforderung Nr. 2 dazu.
Aber da müssen wir jetzt durch - die Fähre ist ja gebucht, die Hotels auf dem Weg auch, die Einsatzvereinbarung mit Aldiana unterschrieben. Und die freuen sich übrigens sehr, dass wir kommen -
wir uns auch *grins*
Hier werden ab und an neue Infos von unserem Abenteuer veröffentlicht werden - ihr könnt also ein kleinesbisschen mit dabei sein. Es wäre uns eine Ehre.
Bis bald
E und H
PS: wer uns übrigens auf Instagram folgen möchte - Harald hatte die Idee, uns auch auf diesem Weg ein bisschen zu zeigen... hier der Link dazu.
Liebe Alle!
Ich habe meine Praxis aufgelöst.
Die Physio mit Lyb & Seele wandert Mitte Januar 2026 nach Fuerteventura aus und wird fortan Ihre Dienste im Aldiana Hotel in Las Gaviotas
anbieten.
Es waren wundervolle 4 Jahre hier im Hafencenter und ich bedanke mich von ganzem Herzen für die vielen tollen Begegnungen und herrlichen Momente!
Wer noch Fragen hat kann mich bis zum Anfang Mai 2027 per e-Mail erreichen (ist unter Kontakt ersichtlich) - die Website wird auch noch bis dahin aktiv sein
und ab und zu ein Update über mein Sein liefern *schmunzl*